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Prof. Dr. Hedwig Richter, Demokratie – eine deutsche und internationale Geschichte

Di. 22. Juni 19:00 - 21:00

Kostenlos

Achtung! Diese Veranstaltung findet entgegen der ursprünglichen Ankündigung doch an einem Dienstag statt!

Geringe Wahlbeteiligungen und antidemokratische Strömungen lassen aktuell häufig die Befürchtung aufkommen, wir lebten in einer besonderen Krise der Demokratie. So wichtig es ist, Demokratiefeindschaft wahrzunehmen und Demokratie zu verteidigen, so wichtig ist es doch, die Phänomene genauer einzuordnen. So bedurfte es etwa von Anfang an besonderer Anstrengungen – von Alkohol über Geld bis zum staatlichen Zwang –, Menschen zur Wahl zu bewegen. Ein besserer Gradmesser für die Demokratisierung ist daher der Umgang mit dem menschlichen Körper: die Abschaffung von Leibeigenschaft und Prügelstrafen, der steigende Wohlstand, die Humanisierung der Arbeit, die gleiche Behandlung der Geschlechter. Hedwig Richter erzählt im Vortrag die Geschichte der Demokratie als eine Chronologie von Fehlern, Zufällen und Lernprozessen, in deren Zentrum der Zivilisationsbruch des Holocausts steckt.

Prof. Dr. Hedwig Richter wurde 2019 auf die Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München berufen. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Heidelberg, Queen’s University Belfast und der Freien Universität Berlin. 2008 wurde sie an der Universität zu Köln promoviert. 2016 habilitierte sie sich an der Universität Greifswald.

Vor ihrer Berufung lehrte und forschte Hedwig Richter an den Universitäten Bielefeld, Greifswald und Heidelberg und am Hamburger Institut für Sozialforschung. Sie hatte Fellowships am Deutschen Historischen Institut in Washington D.C. und am Institut für Zeitgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag. Weitere Forschungsaufenthalte führten sie nach Frankreich, Italien und in die Schweiz.

2020 erhielt Hedwig Richter den Anna Krüger Preis für „ein hervorragendes Werk in einer guten und verständlichen Wissenschaftssprache“ vom Wissenschaftskolleg zu Berlin. Ihre Forschung wurde mit dem Offermann-Hergarten-Preis der Universität zu Köln (2010) und dem Stiftungspreis der Demokratie-Stiftung (2018) ausgezeichnet. Ihr Buch „Demokratie. Eine deutsche Affäre“ war als eines von drei Sachbüchern für den Bayerischen Buchpreis 2020 nominiert.

Hedwig Richter schreibt für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT und die taz.

Details

Datum:
Di. 22. Juni
Zeit:
19:00 - 21:00
Eintritt:
Kostenlos

Veranstaltungsort

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