Wie Künstliche Intelligenz in der Hirnforschung eingesetzt wird

Mönchengladbach · Der Forscher Christian Schiffer arbeitet mit seinen Kollegen an einem Atlas des Organs. Dafür wird es in mehrere Tausend Scheiben geschnitten. Wie der aufwendige Prozess abläuft.

Christian Schiffer arbeitet mit seinen Kollegen vom Forschungszentrum Jülich daran, das Gehirn besser zu verstehen.

Foto: Markus Rick (rick)

Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) für die Dekodierung des menschlichen Gehirns genutzt werden? Diese Frage beantwortete Christian Schiffer in einem Vortrag zur Eröffnung des 177. Vortragsjahres des Wissenschaftlichen Vereins Mönchengladbach, in dem bis April nächsten Jahres neun weitere Veranstaltungen folgen werden. Schiffer ist Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich. Gemeinsam mit seinen Kollegen hat er ein großes Ziel vor Augen: Sie wollen einen dreidimensionalen Atlas des menschlichen Gehirns schaffen, um die räumliche Organisation des Organs besser zu verstehen.

Das ist leichter gesagt als getan. Die aufwendige und schwierige Arbeit ist nur machbar dank eines Superrechners und der KI. Denn das Gehirn ist eines der komplexesten biologischen Systeme schlechthin. Es besteht aus einer Kombination von rund 86 Milliarden Nervenzellen, einer verwirrenden Anzahl an Verbindungen sowie elektrischer und chemischer Prozesse.