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Dr. Estella Weigelt, Coole Frauen und heiße Polargebiete – die erste rein weibliche Überwinterung in der Antarktis

20. April 2027 19:00 - 21:00

Der Vortrag – gespickt mit spannenden Fotos aus Arktis und Antarktis – gliedert sich in drei Teile:

Zuerst erfolgt  eine kurze Vorstellung des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Anschließend wird Frau Dr. Weigelt über ihre Erlebnisse und Aufgaben während der 15-monatigen Überwinterung von 1989 bis 1991 an der Georg-von-Neumayer Station in der Antarktis berichten – der ersten rein weiblich besetzten! Abschließend wird sie einen Einblick in ihre aktuelle Forschungsarbeit als Geophysikerin am AWI geben. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Untersuchung der tieferen Schichten des arktischen Ozeans mithilfe geophysikalischer Methoden. Ein Ziel dabei ist es, geomorphologische Veränderungen (Veränderungen in der Struktur und Form der Erdoberfläche) sowie die damit verbundenen Veränderungen der Meeresströmungen und des Klimas zu rekonstruieren. Zudem wird Frau Dr. Weigelt darlegen, welchen Beitrag die Geophysik zur politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsfindung leisten kann, insbesondere in der Arktis.

Dr. Estella Weigelt studierte Geophysik an der J.W. Goethe Universität in Frankfurt a.M. Sie schloss dort 1989 mit Diplom im Fachgebiet Seismologie ab. Es folgte eine 15-monatige Überwinterung an der Georg-von-Neumayer Station in der Antarktis mit der Betreuung des dortigen geophysikalischen Observatoriums.

1992 trat sie in die Sektion Geophysik am Alfred-Wegener-Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, in Bremerhaven ein. Dort fertigte sie in Kooperation mit der Universität Bremen ihre Doktorarbeit an und promovierte 1997 dort im Fachbereich Geowissenschaften.

Seit 1997 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Alfred-Wegener-Institut. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Erforschung der tieferen Untergrundschichten der arktischen und antarktischen Ozeane mittels mariner Reflexionsseismik, mit dem Ziel, tektonische Veränderungen und die damit verbundenen Änderungen von Meeresströmungen und im Klima zu rekonstruieren. Zu diesem Zweck hat sie an mehreren Schiffexpeditionen in die polaren und subpolaren Ozeane teilgenommen.

Und im „Nebenberuf“ präsentiert Dr. Estella Weigelt schon einmal konzertant historische Melodien auf ihrer selbstgebauten Wanderharfe – ein Genuss, auf den wir bei ihrem Vortrag allerdings leider verzichten müssen.

Details

  • Datum: 20. April 2027
  • Zeit:
    19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

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