
In diesem Vortrag geht es um Martin Luther als sprachbildende Instanz. Sprache als differenziertes Mittel menschlicher Verständigung, sei es die Muttersprache oder eine Fremdsprache, war für Martin Luther von existentieller Bedeutung. Der Reformator und Übersetzer der „Septemberbibel“ von 1522 beförderte auf theologischer Grundlage die Durchsetzung und Verbreitung der deutschen Hochsprache. Der Vortrag widmet sich den Verdiensten Luthers hinsichtlich wirkungsvoller Sprachgestaltung und deren zeitgenössischer wie langfristiger Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sprache. Ein Ausblick zeigt, dass Johann Wolfgang von Goethe das durch Luther gegründete Sprachpotential aufgenommen, fortgeführt und vollendet hat.
Dr. Heike Spies, geboren in Düsseldorf, studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Germanistik und Geographie (Erstes und Zweites Staatsexamen). Sie promovierte 2006 an der Philosophischen Fakultät über das Briefwerk Annette von Droste-Hülshoffs („Literatur in den Briefen Droste-Hülshoffs“). Von 1991 bis Juni 2026 am Goethe-Museum Düsseldorf tätig, übernahm sie 1996 das Amt als Kustodin und stellvertretende Leiterin des Museums, seit 2007 beratendes Mitglied im Vorstand der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung. Vielfältige Ausstellungstätigkeit, u.a. 2017 im Luther-Jahr zu dem Thema „Bibel. Sprache. Wahrhaftigkeit. Goethe und Luther“. Seit 1995 Vorträge auf nationaler und internationaler Ebene zu Goethe in seiner Zeit und Annette von Droste-Hülshoff, dazu zahlreiche Veröffentlichungen von Aufsätzen und Publikationen.
Heike Spies ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der 2009 in Düsseldorf gegründeten Thomas Mann-Gesellschaft.
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