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Dr. Ludwig Jörissen, Die Rolle von Wasserstoff und Batteriespeichern in einer zunehmend mit erneuerbaren Energien elektrifizierten Welt

Di. 10. Januar 19:00 - 21:00

Strom aus erneuerbaren Energien wird im ausgehenden 21.  Jahrhundert die Basis der Energieversorgung sein. Die Gewinnung von Strom aus Erneuerbaren Energien ermöglicht eine Reduktion der Abhängigkeiten von Energieimporten, kann diese aber nicht vollständig vermeiden. Aufgrund des fluktuierenden Angebots gewinnen neben Maßnahmen zum Energiemanagement auch Speichertechnologien zunehmend an Bedeutung. Eine gesicherte Energieversorgung für alle Sektoren erfordert sowohl Kurzzeitspeicher für den tageszeitlichen Ausgleich von Angebot und Nachfrage sowie saisonale Speicher zum Ausgleich saisonaler Schwenkungen.

Wasserstoff nimmt als speicherbares und verbindendes Element zwischen den Energiesektoren eine besondere Rolle ein. Einerseits ist Wasserstoff über die Wasserelektrolyse einfach zugänglich, andererseits ist seine Speicherdichte im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen wie Diesel oder auch Erdgas vergleichsweise gering. Ferner ist seine Erzeugung mit nicht zu vernachlässigenden Wirkungsgradverlusten behaftet.
Die Erzeugung von Wasserstoff kann netzdienlich erfolgen, sodass seine Erzeugung in Zeiten mit hohem Angebot an erneuerbaren Energien erfolgen kann während bei geringem Angebot die Wasserstoff-erzeugung zurückgefahren werden oder gespeicherter Wasserstoff wieder verstromt werden kann. Wasserstoff eignet sich auch als Kraftstoff für Anwendungen im Straßenverkehr. Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sind lärmarm, am Einsatzort emissionsfrei und erfüllen die Kundenanforderungen für PKW, Busse und andere Nutzfahrzeuge. Andererseits wird Wasserstoff derzeit vorwiegend für schwere Nutzfahrzeuge in Betracht gezogen.

Im Vortrag werden die Potenziale von Wasserstoff als Energievektor aus heimischer Erzeugung und für den Energieimport betrachtet. Besonders berücksichtigt werden Anwendungen im emissionsfreien Verkehr und im industriellen Umfeld.

Dr. Ludwig Jörissen studierte Chemie an der Universität Ulm. Nach Abschluss der Promotion in physikalischer Chemie im Feld der hochauflösenden Molekülspektroskopie war er über mehr als ein Jahr als Postdoktorand am Institute of Physical and Chemical Research in Wako-Shi, Japan tätig. Seit seiner Rückkehr im Jahr 1990 beschäftigt er sich am Ulmer Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung mit Fragen der Speicherung erneuerbarer Energien in Batterien und mit Hilfe von Wasserstoff und Brennstoffzellen. Er leitet das Fachgebiet Brennstoffzellen Grundlagen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind neue Akkumulatoren mit wässrigen Elektrolyten und Entwicklung von Polymerelektrolytmembran Brennstoffzellen.

Details

Datum:
Di. 10. Januar
Zeit:
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

Haus Erholung
Johann-Peter-Bölling-Platz 1
Mönchengladbach, 41061 Deutschland
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