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Prof. Dr. Herbert Schaaff, Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. Nach- und Vordenken über die Bedürfnisse des Menschen

Di. 29. November 19:00 - 21:00

In der Diskussion um ein stärker nachhaltiges Wirtschaftssystem ist oft auch von Suffizienz die Rede. Mit diesem Begriff werden vielfältige Attribute wie weniger, langsamer, ressourcenschonender usf. verknüpft. Auf der Verbrauchsseite, beim Konsum kommt sodann die Notwendigkeit des Verzichts in den Blick, sei es erzwungen durch gesetzliche Ge-, Verbote oder steuerliche Begrenzungen, sei es durch individuelle Selbstbeschränkung bis hin zur Philosophie des Minimalismus. Diese Gedanken sind zweifellos bedeutsam für das Umsteuern der Ökonomie, fördern aber wegen der durchgängig negativen Konnotation des Begriffs „Verzicht“ nicht unbedingt die notwendige Veränderungsbereitschaft der Menschen (Konsumenten). Zu ergänzen wären diese Gedanken durch eine Analyse der menschlichen Bedürfnisse. Diese werden zumeist vereinfachend und unzutreffend als vielfältig und tendenziell unbegrenzt interpretiert.

Die Ökonomie und der Konsum bestimmen nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch das individuelle Denken und Handeln. Die den Massenkonsum mitbegründenden Bedürfnisse bleiben jedoch nebelartig verdeckt, letztlich unbeachtet und damit auch unter- bzw. unbewertet. Nachdenken über menschliche Bedürfnisse bedeutet, dass die historischen und aktuellen Gedanken zu beschreiben und auszuwerten sind. Vordenken über die Bedürfnisse des Menschen verweist auf die Notwendigkeit, zukunftsorientierte und nachhaltige Ideen zu entwickeln, die durch einen neuen bedürfnistheoretischen Ansatz wichtige Hinweise für ein verändertes Leben und Wirtschaften geben können. Denkübungen über Bedürfnisentstehung, -entwicklung und -befriedigung ermöglichen es zu verstehen, was Bedürfnisse eigentlich sind. Verzicht und Reduktion des Verbrauchs sind dann offensichtlich notwendige Bestandteile einer Lösung. Weniger und nachhaltigerer Konsum ergibt sich dann nicht nur durch von Außen vorgegebene Zwänge, sondern im positiven Sinne auch durch innere Befindlichkeiten, das Wissen um unsere wirklichen Bedürfnisse und ihre „richtige“ Befriedigung. Zukunftsorientierter, nachhaltiger Konsum wird somit nicht mehr „nur“ durch Verzicht „erzwungen“, sondern sozusagen bedürfnisbasiert positiv motiviert.

Prof. Dr. Herbert Schaaff, geb. 1960, ist Honorarprofessor für Personalmanagement an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach und Geschäftsführer Personal der Vallourec Deutschland GmbH, Düsseldorf.

1979 – 1985 studierte er Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen, anschließend war er dort  Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre (Prof. Dr. K.G. Zinn) und wurde zum Dr. rer. pol. promoviert. Von 1991 bis 1996 arbeitete er bei der Mannesmannröhren-Werke AG als  Assistent des Arbeitsdirektors und im Bereich Strategie und Grundsatzfragen Personal. Von 1997 bis 2008 war er Stabsleiter des Personalvorstandes bei der DeutschenTelekom AG  sowie Geschäftsführer Personal  bei T-Systems Enterprise Service GmbH, Frankfurt/M. Nach einem Sabbatical 2009 arbeitete Prof. Schaaff in den Jahren 2010/11 als Personalleiter der Media Broadcast GmbH, Bonn; seit 2012 ist er Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der Vallourec Deutschland GmbH, Düsseldorf.

Seit 2009 / 2014 ist Prof. Schaaff auch Lehrbeauftragter / Honorarprofessor für Personalmanagement an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach.

Details

Datum:
Di. 29. November
Zeit:
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

Haus Erholung
Johann-Peter-Bölling-Platz 1
Mönchengladbach, 41061 Deutschland
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