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SUMMARY:Prof. Dr. Achim Stahl\, Das Einstein-Teleskop: Mit Gravitationswellen das Universum hören
DESCRIPTION:Nach der Entdeckung der Gravitationswellen im Jahr 2015 bereitet Europa den Bau eines neuen\, noch empfindlicheren Gravitationswellenteleskops vor. In seinem Vortrag wird Prof. Achim Stahl einen Überblick darüber geben\, was Gravitationswellen sind und was wir mit Gravitationswellen über unser Universum lernen können. Schwarze Löcher\, aber auch andere Quellen von Gravitationswellen werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Dann wird er darauf eingehen\, wie man Gravitationswellen nachweisen kann und auf welche technologischen Herausforderungen wir dabei stoßen\, denn ein Gravitationswellenteleskop unterscheidet sich sehr von optischen Teleskopen. Ein Gravitationswellendetektor besteht aus Laserinterferometern\, die in unterirdischen Tunneln aufgebaut werden müssen. \nNach seinem Studium der Physik an der Universität Tübingen wurde Achim Stahl 1993 an der Universität Heidelberg zum Dr. rer. nat. promoviert und erlangte nach Forschungsaufenthalten in Stanford (USA) und am CERN in Genf im Jahr 2000 an der Universität Bonn im Zusammenhang mit seiner Habilitation die venia legendi. Von 2001-2004  bekleidete er die Funktion des Leading Scientist am Deutsches Elektronensynchrotron DESY. Ab 2004 hatte er eine volle Professur an der RWTH Aachen mit wiederholten Forschungsaufenthalten im Ausland (Kanada\, CERN\, …); 2013 wurde er zum Distinguished Professor an der RWTH Aachen gewählt \nDerzeit ist Achim Stahl auch Direktor der Jülich-Aachen-Research-Alliance\, section FAME.
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SUMMARY:Prof. Dr. Christian Neuhäuser\, Reichtum und Demokratie
DESCRIPTION:Dieser Vortrag musste im März 2026 aus persönlichen Gründen entfallen – nun holen wir ihn nach! \nWann ist Reichtum ungerecht? Zu dieser Frage gibt es einen lebendigen philosophischen Streit. Wenn Reichtum jedoch die demokratische Stabilität gefährdet\, dann ist er auf jeden Fall ungerecht. Darüber herrscht große Einigkeit. In dem Vortrag wird diskutiert\, ob und in welchem Ausmaß das gegenwärtig nicht nur in den USA\, sondern auch in Europa und Deutschland der Fall ist. \nWenn es zutrifft\, dass die gegenwärtig zunehmende Konzentration von Reichtum liberale Demokratien bedroht\, dann stellt sich zudem die Frage\, wie diese Bedrohung beendet werden kann. Dafür bietet sich eine Mischung aus Vermögens- und Erbschaftssteuer an. Doch dagegen gibt es erhebliche politische Widerstände\, die es zu überwinden gilt\, wenn die Demokratie geschützt werden soll. Doch wie kann das gelingen? \nChristian Neuhäuser studierte Philosophie\, Soziologie\, Politikwissenschaft wie auch Sinologie in Göttingen\, Berlin und Hongkong. 2010 promovierte er an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über den moralischen Status wirtschaftlicher Unternehmen. Anschließend war er als Akademischer Rat am Institut für Philosophie der Universität Bochum tätig. Seit 2014 ist Christian Neuhäuser Professor für Philosophie und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Philosophie und Politikwissenschaft an der TU Dortmund. \nNeuhäuser forscht vor allem zu Theorien der Würde\, Theorien der Verantwortung\, Theorien des Eigentums\, zur Wirtschaftsphilosophie und zur Philosophie der internationalen Politik. Größere Öffentlichkeit gefunden hat Neuhäuser mit seiner 2018 bei Suhrkamp erschienenen Monografie Reichtum als moralisches Problem\, die wie sein anschließend bei Reclam erschienenes Buch Wie reich darf man sein? Über Gier\, Neid und Gerechtigkeit in etlichen deutschen und Schweizer Medien besprochen wurde. \nLaufende Forschungsprojekte sind Die Ethik staatlicher Massenüberwachung (DFG)\, Politische Stabilität als ein globales normatives Konzept (DFG) und The Deserving Rich – eine Analyse der (Re-)Produktion von Reichtum (Volkswagen Stiftung).
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SUMMARY:Dr. Heike Spies\, „Herzenslust\, Machtwort und Sündenbock“ – Martin Luther und die deutsche Sprache
DESCRIPTION:Foto. Markus Feger \nIn diesem Vortrag geht es um Martin Luther als sprachbildende Instanz. Sprache als differenziertes Mittel menschlicher Verständigung\, sei es die Muttersprache oder eine Fremdsprache\, war für Martin Luther von existentieller Bedeutung. Der Reformator und Übersetzer der „Septemberbibel“ von 1522 beförderte auf theologischer Grundlage die Durchsetzung und Verbreitung der deutschen Hochsprache. Der Vortrag widmet sich den Verdiensten Luthers hinsichtlich wirkungsvoller Sprachgestaltung und deren zeitgenössischer wie langfristiger Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sprache. Ein Ausblick zeigt\, dass Johann Wolfgang von Goethe das durch Luther gegründete Sprachpotential aufgenommen\, fortgeführt und vollendet hat. \nDr. Heike Spies\, geboren in Düsseldorf\, studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Germanistik und Geographie (Erstes und Zweites Staatsexamen). Sie promovierte 2006 an der Philosophischen Fakultät über das Briefwerk Annette von Droste-Hülshoffs („Literatur in den Briefen Droste-Hülshoffs“). Von 1991 bis Juni 2026 am Goethe-Museum Düsseldorf tätig\, übernahm sie 1996 das Amt als Kustodin und stellvertretende Leiterin des Museums\, seit 2007 beratendes Mitglied im Vorstand der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung. Vielfältige Ausstellungstätigkeit\, u.a. 2017 im Luther-Jahr zu dem Thema „Bibel. Sprache. Wahrhaftigkeit. Goethe und Luther“. Seit 1995 Vorträge auf nationaler und internationaler Ebene zu Goethe in seiner Zeit und Annette von Droste-Hülshoff\, dazu zahlreiche Veröffentlichungen von Aufsätzen und Publikationen. \nHeike Spies ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der 2009 in Düsseldorf gegründeten Thomas Mann-Gesellschaft.
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SUMMARY:Prof. Dr. Michael Borgolte\, Globalgeschichte - auch ein Thema für das Mittelalter?
DESCRIPTION:Wir neigen dazu\, frühere Zeiten im Wesentlichen aus europäischer Sicht zu betrachten und auszublenden\, dass es vielfältige Beziehungen außerhalb Europas\, aber auch zwischen Europa und anderen Kontinenten gab. In seinem Vortrag versucht Prof. Dr. Michael Borgolte zu ergründen\, inwiefern das Mittelalter\, verstanden als das Jahrtausend zwischen 500 und 1500 n. Chr.\, als eigenständige Periode der Globalgeschichte verstanden werden kann\, und zeigt an ausgewählten Themenfeldern\, welche neue Einsichten in die Geschichte\,  und damit auch für das Verständnis unserer Gegenwart\, durch diesen neuen Frageansatz möglich werden. \nMichael Borgolte war Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters I an der Humboldt-Universität zu Berlin 1991-2016\, danach bis 2021 Gründungsdirektor des Instituts für Islamische Theologie an seiner Universität. Thematische Schwerpunkte seiner Arbeiten waren und sind europäische und globale Geschichte des Mittelalters und Universalgeschichte des Stiftungswesens. Unter seinen mehr als zwanzig Büchern sind für den Vortrag besonders einschlägig die Darstellungen „Die Welten des Mittelalters. Globalgeschichte eines Jahrtausends“ von 2022\, ²2022\, und „Globalgeschichte des Mittelalters“ von 2023. Zuletzt hat er zur europäischen Heiratspolitik publiziert („Königin in der Fremde. Frühmittelalterliche Heitratsmigrationen und die Anfänge der europäischen Bündnispolitik“\, 2024\, ²2025\, und „Königinnen zwischen Fremde und Vaterland. Heiratsmigrantinnen des hohen Mittelalters und die politische Integration Europas“\, 2026) sowie seine wissenschaftliche Autobiographie vorgelegt („Wissenschaft und Leben. Von Problemen der Gegenwart zum Verständnis des Mittelalters. Dreißig Jahre als Mediävist an der Humboldt-Universität zu Berlin“\, 2026. Näheres finden Sie auch unter https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Borgolte
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SUMMARY:Mathias Albrecht (Airbus)\, Die astronautische Raumfahrt rund um das Starlab (Arbeitstitel)
DESCRIPTION:Hier finden Sie demnächst genauere Informationen!
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SUMMARY:Dr. Ing. Vincent Christlein\, UnLost: Digitale Rekonstruktion und Entzifferung verkohlter antiker Papyrusrollen
DESCRIPTION:Die beim Ausbruch des Vesuvs vor fast 2000 Jahren verkohlten Papyrusrollen von Herculaneum zählen zu den bedeutendsten erhaltenen Schriftzeugnissen der Antike. Aufgrund ihres außergewöhnlichen Erhaltungszustands sind viele ihrer Inhalte jedoch bis heute nur eingeschränkt zugänglich. Im Projekt **UnLost** kommen moderne Bildgebungsverfahren und Methoden der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz\, um diese einzigartigen Dokumente digital zu rekonstruieren\, zu analysieren und ihre Texte sichtbar zu machen. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Herausforderungen und Potenziale dieser interdisziplinären Forschung und zeigt\, wie neue Technologien dazu beitragen\, verloren geglaubtes Wissen wieder zugänglich zu machen. \nDr.-Ing. Vincent Christlein studierte Informatik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)\, an der er 2018 promovierte. Seit 2026 ist er Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU und leitet die Arbeitsgruppe Computer Vision. Seine Forschung umfasst ein breites Spektrum an Anwendungen des maschinellen Lernens und der Bildverarbeitung – von Umweltanwendungen bis zu den Computational Humanities. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Dokumentenanalyse und der Analyse von Kunstwerken sowie auf Methoden für die digitale Erschließung und den Erhalt des kulturellen Erbes.
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SUMMARY:Prof. Dr. Rüdiger Simon\, Wozu brauchen Tomaten Stammzellen?
DESCRIPTION:Der Klimawandel\, die wachsende Weltbevölkerung und der Abbau natürlicher Ressourcen stellen zunehmende Herausforderungen für die globale Ernährungssicherheit dar. Um ihnen zu begegnen\, sind pflanzenbasierte Innovationen wichtiger denn je. Neue Erkenntnisse in der Pflanzen- und Mikrobiologie sind dringend erforderlich\, um Pflanzen zu entwickeln\, die widerstandsfähig gegenüber extremen Wetterbedingungen sind\, Ressourcen effizient nutzen und auch unter zukünftigen Klimabedingungen erfolgreich gedeihen. \nWachstum und Entwicklung der Pflanzen werden von kleinen Zellgruppen kontrolliert\, den Meristemen. In Meristemen findet man undifferenzierte Stammzellen\, die dann für die Bildung von neuen Organen wie Blätter oder Blüten verantwortlich sind. Meristeme als Bildungsgewebe wurden bereits 1858 beschrieben\, aber erst jetzt wird durch eigentlich zweckfreie Grundlagenforschung deutlich\, wie sehr die Evolution von Pflanzen\, aber auch die Züchtung unserer Kultur- und Nutzpflanzen von Veränderungen in Meristemfunktionen abhängt. \nRüdiger Simon studierte Biologie mit dem Schwerpunkt Entwicklungsbiologie an der Universität zu Köln. Nach Diplom und Promotion arbeitete er am John Innes Centre in Norwich\, UK sowie am Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben über verschiedene Aspekte der Entwicklung von Pflanzen. Seit 2001 leitet er das Institut für Entwicklungsgenetik an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf. Sein Team erforscht die Grundlagen von Entwicklungsprozessen\, Zellkommunikation und Signalübertragung in pflanzlichen Geweben. Die Ergebnisse dieser Forschung haben zu einem tieferen Verständnis von Wachstum beigetragen und stellen damit auch den Ausgangspunkt für viele verschiedene Züchtungsansätze bei Nutzpflanzen dar.
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SUMMARY:Dr. Estella Weigelt\, Coole Frauen und heiße Polargebiete - die erste rein weibliche Überwinterung in der Antarktis
DESCRIPTION:Der Vortrag – gespickt mit spannenden Fotos aus Arktis und Antarktis – gliedert sich in drei Teile: \nZuerst erfolgt  eine kurze Vorstellung des Alfred-Wegener-Institutes\, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Anschließend wird Frau Dr. Weigelt über ihre Erlebnisse und Aufgaben während der 15-monatigen Überwinterung von 1989 bis 1991 an der Georg-von-Neumayer Station in der Antarktis berichten – der ersten rein weiblich besetzten! Abschließend wird sie einen Einblick in ihre aktuelle Forschungsarbeit als Geophysikerin am AWI geben. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Untersuchung der tieferen Schichten des arktischen Ozeans mithilfe geophysikalischer Methoden. Ein Ziel dabei ist es\, geomorphologische Veränderungen (Veränderungen in der Struktur und Form der Erdoberfläche) sowie die damit verbundenen Veränderungen der Meeresströmungen und des Klimas zu rekonstruieren. Zudem wird Frau Dr. Weigelt darlegen\, welchen Beitrag die Geophysik zur politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsfindung leisten kann\, insbesondere in der Arktis. \nDr. Estella Weigelt studierte Geophysik an der J.W. Goethe Universität in Frankfurt a.M. Sie schloss dort 1989 mit Diplom im Fachgebiet Seismologie ab. Es folgte eine 15-monatige Überwinterung an der Georg-von-Neumayer Station in der Antarktis mit der Betreuung des dortigen geophysikalischen Observatoriums. \n1992 trat sie in die Sektion Geophysik am Alfred-Wegener-Institut (AWI)\, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung\, in Bremerhaven ein. Dort fertigte sie in Kooperation mit der Universität Bremen ihre Doktorarbeit an und promovierte 1997 dort im Fachbereich Geowissenschaften. \nSeit 1997 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Alfred-Wegener-Institut. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Erforschung der tieferen Untergrundschichten der arktischen und antarktischen Ozeane mittels mariner Reflexionsseismik\, mit dem Ziel\, tektonische Veränderungen und die damit verbundenen Änderungen von Meeresströmungen und im Klima zu rekonstruieren. Zu diesem Zweck hat sie an mehreren Schiffexpeditionen in die polaren und subpolaren Ozeane teilgenommen. \nUnd im „Nebenberuf“ präsentiert Dr. Estella Weigelt schon einmal konzertant historische Melodien auf ihrer selbstgebauten Wanderharfe – ein Genuss\, auf den wir bei ihrem Vortrag allerdings leider verzichten müssen.
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